Chemnitz. Mit 44 Startern verzeichnete der ADAC Sachsen Slalom Cup bei seiner Sommerveranstaltung in Chemnitz ein prallgefülltes Teilnehmerfeld. Auf dem neuen Veranstaltungsgelände am Europark erwartete die Fahrer ein anspruchsvoller Parcours, der nicht nur fahrerisches Können, sondern auch höchste Konzentration forderte.
Die Veranstaltung war vom Renn- und Sportförderverein Chemnitz e.V. im ADAC hervorragend vorbereitet und bot beste Bedingungen für den Automobil-Slalomsport. Das neue Gelände erwies sich als bestens geeignet: Die eckige und technisch anspruchsvolle Streckenführung verlangte den Teilnehmern einiges ab. Besonders das richtige Lesen der Pylonengassen und das Finden der optimalen Linie stellten viele Fahrer vor Herausforderungen. Gleichzeitig sorgte die Strecke dafür, dass vergleichsweise wenige Pylonenfehler registriert wurden. Durch zahlreiche Richtungswechsel kamen vor allem kleinere und wendigere Fahrzeuge besonders gut zur Geltung.
Spannende Entscheidungen in den Klassen
Den Gesamtsieg sowie den Erfolg in der stark besetzten Klasse OC5 sicherte sich Uwe Deckelmann (VW Polo 6N 16V) in 3:27,031 Minuten. Damit setzte er sich gegen die gesamte Konkurrenz durch und gewann auch die Gesamtwertung des Tages. In der Klassenwertung trennten am Ende Kevin Nico Keller (Platz 2) und Stelle Hornung (Platz 3) nur rund eine Sekunde.
In der Klasse SC4 dominierte Niels Albert (Ford Focus MK3 RS) das Geschehen und belegte mit 3:28,821 Minuten zugleich Rang zwei im Gesamtklassement. Sein Vorsprung auf Klassenkollege Andreas Aurich betrug deutliche 14,359 Sekunden. Das Klassenpodium komplettierte Reinhard Weidauer auf Rang 3.
Besonders interessant verlief die Klasse OC6. Yannik Keller (Ford Fiesta ST 150) setzte sich mit 3:32,446 Minuten durch. Hinter ihm entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Roger Karich (Audi TT) wurde Zweiter, während Carsten Seifert trotz der schnellsten Einzelrunde des Tages in 1:08,243 Minuten aufgrund von insgesamt neun Strafsekunden auf Rang drei zurückfiel. Zwischen Karich und Seifert lagen am Ende lediglich 1,337 Sekunden.
In der Klasse SC3 fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Rico Glowa (Skoda Fabia) gewann mit 3:46,006 Minuten vor Sören Gläser (Fiat Punto 176 Cult), der nach einer Strafsekunde nur 3,224 Sekunden Rückstand aufwies. Platz drei sicherte sich Martin Wilfling.
Hundertstelkrimi im Youngster-Bereich
Für die wohl engste Entscheidung des Tages sorgte die Youngster-Klasse. Hier gewann Fynn Blechschmidt (Citroën C2 Youngster) mit einer Gesamtzeit von 3:58,760 Minuten. Nur 0,110 Sekunden dahinter folgte Albert Seifert im DS3 Youngster auf Rang zwei. Knapper hätte der Kampf um den Klassensieg kaum ausfallen können. Philipp Glowa komplettierte das Podium.
Auch bei den Rookies setzte sich mit Tom Ullmann ein Fahrer des AMC Annaberg-Buchholz durch. Mit 4:06,879 Minuten verwies er Dustin Gonsior und Lucy Hänel auf die weiteren Podestplätze.
Der erfolgreiche Premierenauftritt auf dem neuen Gelände macht deutlich, dass Chemnitz künftig eine feste Größe im Kalender des ADAC Sachsen Slalom Cups bleiben könnte. Fahrer, Zuschauer und Organisatoren zeigten sich gleichermaßen zufrieden mit einer Veranstaltung, die sportlich anspruchsvoll, fair und hervorragend organisiert verlief.
„Die neue Strecke in Chemnitz hat gezeigt, welches Potenzial dieser Standort für den Slalomsport besitzt. Die Fahrer mussten heute nicht nur schnell, sondern auch sehr aufmerksam sein. Genau diese Mischung aus Fahrtechnik und Köpfchen macht unseren Sport aus. Mein Dank gilt dem veranstaltenden Verein für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung dieses Wettbewerbs“, erklärte Cup-Koordinatorin Cornelia Klemm.
Die nächste Station des ADAC Sachsen Slalom Cup ist am 05.09.2026 auf dem Kät-Platz in Annaberg-Buchholz.


























