Volle Starterfelder beim OAKC im oberpfälzischen Wackersdorf

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Ostdeutscher ADAC Kart Cup trotzt allen Widrigkeiten.

Gemeinsam mit dem SAKC startete der Ostdeutsche ADAC Kart Cup (OAKC) am vergangenen Wochenende (17.-18.10.2020) in seine vorletzte Veranstaltung für die Saison 2020. Gastgeber war der 1.222 Meter lange Kurs des Prokart Raceland im oberpfälzischen Wackersdorf. In Zeiten, in denen sich die Entwicklung des COVID-19-Infektionsgeschehens zuspitzt und ein Beherbergungsverbot des Freistaates Bayerns drohte, sieht sich Serienkoordinator Mathias Lesch bestätigt: „Es ist generell nicht leicht, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Umso mehr müssen wir in diesen schwierigen Zeiten alle Ressourcen nutzten und an einem Strang ziehen, um unseren Sport ausüben zu können. Letztes Jahr haben wir an gleicher Stelle die positive Erfahrung gemacht, dass das Zusammenlegen zweier Regionalserien eine Woche vor dem ADAC Kart Masters, eine adäquate Möglichkeit ist. 115 Teilnehmer honorierten an diesem Wochenende unsere Arbeit.“

Den Sonnenschein, der die Teilnehmer in den letzten Stunden der Veranstaltung noch dazu veranlasste ihre Chassis auf Trocken-Setup abzustimmen, verbuchte Mathias Lesch ebenfalls als Erfolg: „Den Sonnenschein hatten wir etwas früher bestellt, aber besser später als nie“, freute sich der Serienkoordinator scherzend.

Spannende Rennen in allen Klassen. In einer Klasse mal das erste, woanders das zweite Rennen am Wochenende. Auch wenn aus Sicht der OAKC Fahrerschaft oftmals das Glück nicht auf ihrer Seite war, so machte Mathias Lesch allen OAKC Teilnehmern Mut: „Manchmal ist das Glück einem nicht hold. Doch beim nächsten Mal kann schon wieder alles anders sein. Da wir noch mitten in den Meisterschaftskämpfen stecken, es in allen Klassen also keine vorzeitigen Sieger gibt, drücken wir unserer gesamten Fahrerschaft die Daumen. Wir hoffen auf weitere spannende Rennen in zwei Wochen beim Saisonfinale in Lohsa.“

Bei den jüngsten Teilnehmern der Mini Klasse war Phil Colin Strenge das Maß aller Dinge an diesem Wochenende. Im Zeittraining musste sich der Unterensingener erst warm fahren. Er kam über einen sechsten Platz nicht hinaus, bevor er alle drei Rennen und die Tageswertung souverän für sich entschied. Jens Treuer aus Kockengen und Marc Gerstenkorn aus Landshut folgten ihm auf den Plätzen zwei und drei. Weniger eindeutig machten es die Piloten der Bambini Klasse. Hier holte sich Leo Salcher den Tagessieg. Nach einer Poleposition im Zeittraining musste sich der Landsberger mit einem zweiten Platz im ersten Rennen begnügen, bevor er sich als Sieger des zweiten und dritten Rennens in die Ergebnislisten eintrug. Auf Platz zwei und drei folgten ihm Louis Sprandel aus Wernau und Leon Karl aus Neukirch.

Die Junioren der OK-Klasse sorgten mit 15 Teilnehmern ebenfalls für spannende Rennen. Hier war es der Ummendorfer Lenny Ried, der sich in der Tageswertung gegen seine beiden schärfsten Verfolger Torben Gründahl aus Hamburg und Max Reis aus Ramstein durchsetzte. Mit Platz zwei im Zeittraining und ersten Rennen, setzte sich Lenny Ried in den Rennen zwei und drei gegen seine Mitbewerber durch. In der Motorenklasse der OK Senioren war an diesem Wochenende die Balgheimerin Svenja Dreher, die sich die Poleposition vor ihrem Mitbewerber Kimi Kuppler aus Herbrechtinge sicherte. Nach einem souveränen Sieg im ersten Rennen, schied die Mach 1-Pilotin im zweiten Rennen aus. Ihr grandioser Sieg im dritten Rennen sicherte ihr die Tageswertung.

Auch an diesem Wochenende war es bei den X30 Junioren wieder einmal Maddox Wirtz, den es zu schlagen galt. Doch wegen Missachtung doppelt gelb geschwenkter Flaggen, wurde dem Bornheimer sein Zeittraining aberkannt. Er nahm die Rennen vom letzten Startplatz in Angriff und fuhr einen ungefährdeten Sieg in allen drei Rennen ein. Maddox Wirtz sicherte sich somit den Tagessieg vor Kiara Henni aus Wernau und Ben Jobst aus Stammham. Bei den X30 Senioren setzte sich in der Tageswertung Felix Wischlitzki gegen seine Mitbewerber Niklas Klaus aus Duisburg und Patrick Degenbeck aus Sankt Neumarkt durch. Lag der Donauwörther nach dem Zeittraining noch auf Platz drei, so entschied er Rennen eins und drei für sich. Lediglich das zweite Rennen beendete er auf Platz zwei.

Warf man einen Blick auf das Podium der KZ2 Klasse, konnte man sich nicht dem Eindruck fernhalten, dass sich der Kurs des Prokart Raceland an diesem Wochenende als äußerst Birel-freundlichen Kurs herausstellte. Alle Tagessieger trugen die rot-weißen Farben des Kart Herstellers Birel. Angefangen bei Hausmatador Valentino Fritsch, der bereits im Zeittraining seine Mitbewerber kontrollierte, gefolgt von Thomas Neumann aus Mitterteich und dem Kleinmachnower Robert Kindervater, setzten alle Piloten auf Birel. Im zweiten Rennen musste der Steinberg am See Pilot Valentino Fritsch seinem Mitbewerber Thomas Neumann den Vortritt lassen. Mit Platz eins im ersten und dritten Rennen sicherte er sich aber den Sieg in der Tageswertung.

Nächste Station im Rennkalender des Ostdeutschen ADAC Kart Cup ist der 850 Meter lange Lausitzer Rundkurs im sächsischen Lohsa. Die Titelentscheidungen aller Klassen werden vom 31. Oktober bis 1. November im Homestead Lohsa ausgetragen. Serienkoordinator und Bahnbetreiber Mathias Lesch freut sich bereits auf seine Fahrerschaft: „Heme ist es eben am schönsten.“